Grundschule Kirrweiler
Grundschule Kirrweiler

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Hauptstr. 14

67489 Kirrweiler

 

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Sekretariat:  Frau Treber

sekretariat@gs-kirrweiler.bildung-rp.de

Schulleitung: Frau Mathäß

schulleitung@gs-kirrweiler.bildung-rp.de

 

Kurzgeschichte eines ehemaligen Schülers

 

Schon mal nachgefragt??? 

 

  Freundschaft ist Gold!!!   

 

Es war ein sonniger Freitag in Kirrweiler.  Joshua  und  Anton  kamen  von  der Grundschule heim. Zum Glück hatten sie keine Hausaufgaben auf, so konnten sie schnell  im Garten ihre Goldsprenkel-Wachteln putzen und versorgen.  Als sie damit fertig waren, gingen  sie wieder rein ins Kinderzimmer.  Nun wurde es im Stall lebendig. „Fidelius,  musstest du mir die Federn ausreißen?“, fragte Walrun böse. Daraufhin erwiderte der Hahn beschämt: „Es tut mir sehr leid, das war falsch dich zu jagen.“ Da kam plötzlich Sigrun ganz aufgeregt  angelaufen. „Habt ihr Heidrun gesehen?“ „Nein“,  antwortete Fidelius.  „Leute, schaut euch das mal an!“, sagte Walrun. Vor dem Käfig waren ganz kleine Pfotenabdrücke zu sehen.  Fidelius wusste sofort, um wen es sich handelte.  „Bingo, dieser  Bösewicht!“,  meckerte  der Hahn. „Tja, wir müssen uns wohl  auf den Weg machen, um Heidrun zu retten“,  sagte Walrun ängstlich. Die anderen nickten sich zu. Fidelius fragte entschlossen: „Seid ihr bereit???“

 

Alle hopsten voller Hoffnung in die Luft. Daraufhin schoben sie das Einstreu beiseite und darunter lag eine Steinplatte. Gemeinsam hoben sie diese hoch, um an das geheime Zahlenschloss, welche die Stalltür öffnete, zu kommen. Sie tippten die Zahlenkombination „12 6 3 4“ ein  und plötzlich öffneten sich langsam die Türen. Alle gingen hinaus in die freie Natur. „Ääähhhm,  Fidelius? Durch welche Wingertszeile sollen wir denn gehen?“, gackerte es aus den Schnäbeln der Hühner.  „Los! Lasst uns diesen nehmen!“, kam das Kommando von dem Hahn.  Als sie eine Weile gelaufen waren, fragte Sigrun ungeduldig: „Sind wir bald da?“ „Noch nicht“, antwortete  Fidelius etwas genervt. Daraufhin gingen sie weiter und nach einem langen Marsch waren sie endlich auf der anderen Seite der Zeile erschöpft angelangt. Doch plötzlich kam  Theo, die Taube angeflogen. „Lauft weg!“, schrie er und düste über die Wachteln in Windeseile. Erst jetzt begriffen die drei,  warum er so schnell unterwegs war. Nämlich hinter ihnen waren die frechen Spatzen. Wenn man diesen Vögeln begegnete, kam man an ihnen nicht vorbei, weil sie es liebten, andere Tiere zu ärgern.  Aber dieses Mal war alles anders. „Was ist nun schon wieder los?“,  fragte Fidelius irritiert.

 

 

 

Der Anführer der Spatzen meckerte drauf los: „Dieser Bingo hat unsere ganzen Körner gestohlen und die wollen wir wieder zurückhaben. Wir benötigen die Hilfe von Theo, aber der ist einfach weggeflogen“,  berichtete der Spatz enttäuscht. „Tja, frechen Banausen, die die ganze Zeit Streiche spielen, will man eben nicht helfen, aber ihr könnt  uns ja helfen. Gemeinsam sind wir stärker.  Dieser Schurke hat nämlich unsere Heidrun entführt“,  erklärte Walrun traurig. Daraufhin wurden die Vögel ein wenig nachdenklich und willigten der Abmachung ein.

 

Fidelius wusste, dass sie sich ohne Verstärkung nicht dem Feind stellen konnten, deshalb schlug er einen Plan vor:  „Wir drei  werden zu den Wachteln von Eva reisen. Sie leben in Schwegenheim, einem Dorf weiter. Eva ist eine Freundin von Joshua und Anton. Sie hat eine riesige Zucht mit vielen unserer Artgenossen. Sorgt bitte dafür, dass unsere menschliche Familie nicht merkt,  dass wir weg sind. Sie würden sich nur um uns sorgen.“  Die Spatzen flogen sofort los, um ein Ablenkungsmanöver zu starten.  Daraufhin machten sich die Wachteln auf den schwierigen und steinigen Weg. Einige Meter weiter, fielen die Hühnervögel plötzlich in ein tiefes Loch, welches mit Heu getarnt war. 

 

Als sie sich unter der Erde von dem schnellen Fall erholt hatten, sahen sie sich verwundert um.  Es schauten sie zwei  braune Augen überrascht an.  Es war Kristian Kaninchen. „Was macht ihr denn hier in meiner Höhle?“, wollte Kristian erstaunt wissen. Die Antwort kam aus Sigruns Schnabel herausgesprudelt:  „Bingo hat Heidrun entführt und jetzt müssen wir zu Evas Wachteln reisen, damit sie uns helfen können.“ „Sollen meine Freunde, mein Bruder Karl und ich euch vielleicht auf unserem Rücken mitnehmen?“  Die Wachteln waren mehr als zufrieden mit diesem Angebot und schon kurze Zeit später gelangten sie über das verzweigte Höhlensystem in das nächste Dorf. Leider endete der Weg unter einer betonierten Straße. „Hier müsst ihr zu Fuß weitergehen, die Autos sind für uns zu gefährlich“, sagte das Kaninchen. „Ich hoffe, wir konnten euch helfen. Wir drücken euch fest die Daumen, dass ihr den berüchtigten Bingo bezwingen könnt. Wenn ihr möchtet, können wir euch gerne nachher wieder hier abholen, wenn die Verstärkung dabei ist.“ Die Wachteln verabschiedeten sich dankbar von den Gesellen. „Wir müssen noch über diese Kreuzung und dann sind wir auch schon fast da“, berichtete Fidelius.  „Ich zähle auf drei und dann geht es im Stechschritt über die Straße, direkt auf die grüne Wiese gegenüber! 1,2,3 und LOS MÄDELS!!!“ Sie düsten über den Asphalt, die Autogeräusche, die langsam näher kamen, machten die Wachteln noch schneller. Und puuuh! Es war geschafft, sie hatten die grüne Wiese erreicht. Doch kaum verschnauft, kam plötzlich ein Marder um die Ecke.  Mit ruhigen Schritten näherte er sich dem Dreiergespann. Walrun, Siegrun und Fidelius liefen um ihr Leben, doch dann fing der Marder, zu ihrem Erstaunen, an zu weinen.

 

 

Sie hielten inne und langsam, ganz langsam kamen die drei Vögel näher. Siegrun fragte behutsam:  „Was ist denn los??“ Der Marder erklärte traurig: „Jedes kleine Lebewesen  hat Angst vor mir, dabei will ich doch nur Freunde finden. Ich bin doch ganz anders, als mein Bruder Bingo.“  Alle waren mehr als verblüfft.  „Moment mal! Bingo ist dein Bruder???“,  fragte Fidelius erstaunt.  „Ja, kennt ihr ihn etwa?“,  fragte der Marder.  „Ob wir ihn kennen??? Ja, natürlich!!! Er hat unsere Schwester Heidrun entführt“,  betonte Sigrun. „Oh, das ist nicht gut! Kann ich euch irgendwie helfen?“,  wollte der Marder beschämt wissen. Daraufhin antwortete Fidelius  überrascht. „Ja, klar. Du kannst uns gerne helfen. Wie heißt du denn überhaupt?“  „Mein Name ist Markus Marder“,  erklärte er seinen neuen Freunden.

 

Fidelius erläuterte ihm seinen Plan und kurz darauf nahm er die drei Hühnervögel auf den Rücken und rannte direkt in Evas Garten. Dort versteckte er sich hinter einer Hecke und sagte entschlossen zu den Wachteln: „Ich bleibe lieber hier. Eure Freunde hätten bestimmt viel zu viel Angst vor mir. Ihr schafft das schon!“  Danach liefen die Wachteln zum Stall ihrer Freunde. „ Hey! Psst!  Hallo ihr Gesellen“,  flüsterte Fidelius aufgeregt  der Schar  zu und schon kamen alle überrascht an den Zaun gerannt.  „Was ist denn hier los?“, fragte das Oberhaupt der Wachtelzucht verständnislos.  Sigrun erklärte ihnen die Geschichte von Heidrun und wie sie von dem schrecklichen Bingo entführt wurde.  „Könntet ihr uns bitte helfen?!“, flehte die Henne ihn an.  Doch der Hahn sagte: „Es tut uns wirklich sehr leid, aber die Türen sind verschlossen und wir kommen hier nicht heraus.“ Die Wachteln waren enttäuscht. „Oh nein, ohne euch schaffen wir das nicht.“ Doch der Hahn munterte seine Wachtelfreunde auf und sagte: „Aber ich weiß etwas anderes. Jonas könnte euch vielleicht zur Seite stehen. Ich glaube, ihr könntet ihn überreden mitzukommen und richtet bitte Felix schöne Grüße von mir aus, wenn ihr dort seid.“ Daraufhin erwiderte Fidelius:  „Danke für den liebgemeinten Rat. Das werden wir machen.“ 

 

Danach gingen sie schnell zurück zu Markus, der neugierig hinter den Büschen hervorschaute.  „Und werden sie euch helfen?“, wollte der Marder wissen. Daraufhin berichtete ihm Fidelius: „Leider nicht, weil ihre Türen verriegelt sind, aber sie gaben uns einen Rat. Wir müssen zu Jonas gehen und...“ Markus unterbrach ihn fragend: „Wer ist jetzt Jonas schon wieder?“ „ Jonas ist eine wildfarbene Wachtel. Er ist so aggressiv und böse, dass er sogar von seinen Artgenossen wegesperrt wurde. Seitdem lebt er in einer Wachtelhöhle. Dort wird er von der Sicherheitswachtel Felix rund um die Uhr überwacht und versorgt. Die Zwei leben schon so lange zusammen, sie sind mittlerweile sogar gute Freunde geworden.“ Kaum hatte Fidelius zu Ende gesprochen, machte sich Markus auch schon zielstrebig mit den drei Hühnern auf den Weg zu dem legendären Wachtelgefängnis.

Als sie eine Weile durch Wiesen und Wälder gelaufen waren, bekamen sie plötzlich großen Hunger und Durst. Der Marder ging zu einem Apfelbaum und pflückte einige Früchte und im Schatten des Baumes aßen sie diese zusammen.

 

Am nahegelegenen Fluss tranken sie  frisches Wasser und ruhten sich noch einige Zeit aus, um Kräfte sammeln zu können.  Nach dieser Stärkung führten sie ihre Reise fort und schon bald hatten sie ihr Ziel erreicht. Markus allerdings wartete draußen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Wachteln begaben sich auf den Weg zum Höhleneingang. Dazu mussten sie eine Steintreppen hoch, doch auch dieses Hindernis war schnell überwunden.

 

„Endlich sind wir da!“, schnaufte Sigrun. Plötzlich ertönte eine helle Stimme durch die Gemäuer. „Willkommen!“  Die Wachteln zuckten zusammen, nur Fidelius schreckte nicht zurück. Er antwortete der Stimme freudig: „Hallo Felix. Ich grüße dich.“ Erst jetzt tauchte aus dem Schatten eine Goldwachtel auf. „Kommt doch rein. Ich freue mich, dass ihr mich besuchen kommt.“  Als die drei Freunde den Höhleneingang erreicht hatten, löcherte Felix sie auch schon mit Fragen: „Was wollt ihr eigentlich hier und wie kann ich euch helfen?“ Daraufhin antwortete Fidelius:  „Ja, wir müssen zu dem gefürchteten Jonas.“ Sie erzähltem ihm die ganze Geschichte. Er war geschockt. Felix brachte die Bande deshalb unverzüglich durch den nächsten Raum in eine kleine, gemütliche Wohnung. „Jonas, kommst du mal bitte?“, sagte die Goldwachtel. Kurz darauf kam auch schon fragend eine Wachtel aus der Küche gelaufen.

Fidelius, was machst du denn hier?“ Etwas eingeschüchtert  berichteten Fidelius, Siegrun und Walrun, was sich zu Hause in Kirrweiler zugetragen hatte. „Wir schaffen das nicht alleine. Wir brauchen unbedingt deine Hilfe. Du bist so mutig und stark und überall gefürchtet.“  Jonas‘ Schnabel stand weit offen und erst nach einer Weile antwortete er:  „Ok, ich werde euch helfen. Im Gegenzug dazu, wünsche ich mir von euch, dass ihr euren Freunden erklärt, dass ich nicht mehr so schlimm bin wie früher. Vielleicht wird dann mein Ruf wiederhergestellt und ich darf endlich in Freiheit leben.“  Nach dieser Antwort waren die Wachteln überglücklich und besiegelten das Abkommen mit einem Flügelschlag. Sie machten sich zusammen auf den Weg und als sie unten ankamen, fiel Jonas‘ Blick überrascht  in einen Busch, in dem Markus saß. „Er ist ein Guter und gehört zu uns“, erklärte der Hahn, während er mit seinem Anhang auf dessen Rücken kletterte.  Die wildfarbene Wachtel näherte sich Markus und nachdem sie sich kurz vorgestellt hatten,  stieg auch er auf zu den anderen. Es dämmerte bereits und die ersten Sterne waren am Himmel zu sehen. Nun rannte der Marder los und schon bald standen sie vor einer Wingertszeile, die so dicht bewachsen war, dass sie einen dunklen Gang bildete. Sie gingen hindurch und am anderen Ende des begrünten Tunnels, sah man  eine Treppe, die ins Erdreich führte. Sie folgten den Stufen und unten angekommen, sahen sich die fünf Tiere um.

 

Um sie herum war ein komplett eingerichtetes Büro, in dem wohl schon seit mehreren Jahren nicht geputzt wurde. Die Spinnweben hingen von der Decke herab und auf den Möbeln lag cm dick der Staub. Erst jetzt bemerkten sie einen Schreibtischstuhl. Hinter der Rückenlehne ragte ein schwarzer Zylinder heraus. „HALLO BRUDERHERZ!“, ertönte es schallend durch den Raum und plötzlich drehte sich der Stuhl um und Bingo erschien böse lachend. Er trug zu dem Hut einen dunklen Umhang, er hatte braunes Fell mit grauen Flecken und messerscharfe Zähne und Krallen. Markus, Fidelius, Siegrun und Walrun zuckten zusammen vor Schreck, Jonas aber hingegen fing plötzlich lauthals an zu lachen. „Was ist denn das für ein Zwerg??? Vor dem habt ihr etwa Angst???“ und wischte sich die Tränen aus den Augen.  „Psst, sei bitte leise. Ja, wir dachten du kennst die Geschichte vom berüchtigten Bingo?“, sagte Fidelius fassungslos. Der Bösewicht hörte dies und sagte: „Ja, die kann ich dir gerne erzählen. Es war vor vielen Jahren… Diese Mistwachteln aus Kirrweiler hatten damals unter ihrem Stall einen Zauberstab gefunden, der allerdings nie funktionierte.  Und als ich in einer hellen  Vollmondnacht vorbeikam, um mir eines von ihnen zu schnappen, hatten sie vor lauter Angst den Zauberstab auf mich gerichtet. Dank der Vollmondstrahlen wurde dieser zum Erstaunen aller aktiviert. Durch die Kräfte, die frei wurden, flog der magische Stab direkt auf mich zu und verwandelte mich in diese zwar kleine, aber sehr starke Gestalt mit vielen nützlichen Eigenschaften und...“ Fidelius unterbrach ihn zornig. „Bingo!!!  Rück sofort unsere Heidrun raus!!! Und warum hast du sie überhaupt entführt???“  „Erst wenn ihr mir sagt, wie ich meine volle Größe wieder erreichen kann?  Ihr habt ja eben gesehen, wer mich zum ersten Mal sieht, nimmt mich überhaupt nicht ernst. Ich will von jedem auf dieser Welt gefürchtet werden!“  „Niemals werden wir dir helfen!!! Und außerdem  haben wir  den Zauberstab seit  dieser Nacht eh nicht mehr“,  schrie Sigrun. „Den habe ich damals an mich genommen und rein zufällig haben wir heute auch noch Vollmond“, sagte der Halunke jubelnd. In dem Moment  stürzte sich Bingo auch schon auf sie, in der rechten Kralle ein Schwert, welches er unter seinem Umhang versteckt hatte.

 

 

Es sah gar nicht gut aus für die Helden, nämlich der Bösewicht  trieb die Tiere in eine Ecke. Doch dann sah Markus ein Regal mit ganz vielen Käfigen und in einem davon saß die verängstigte Heidrun. Mit einem großen Satz sprang er mutig über Bingo hinweg und wollte sich an die Arbeit machen, um das Schloss knacken zu können. Der fiese Marder aber hob bedrohlich sein Schwert, um  alle in Schach halten zu können. Plötzlich brach neben dem Fiesling der Boden ein. Durch die Erderschütterung fiel der Ganove rückwärts um und vor ihm standen Kristian und Karl Kaninchen mit seinen Freuden. „Lauft weg!!!  Wir halten ihn auf!!!“,  schrie das Nager-Oberhaupt. Das ließen sich die Wachteln nicht zweimal sagen, doch Bingo hatte sich von seinem Fall schnell erholt und versperrte ihnen nun erneut den Weg. Aber weitere Unterstützung war schon im Anflug… Über ihnen stürzte auf einmal die Decke ein und sie sahen am dunklen Nachthimmel  wie Theo Taube und die Spatzen hereingeflattert kamen. Sie hatten mit ihren Schnäbeln die Decke durchgepickt. In der Höhle war nun schwer was los. Bingo wusste, dass er mit so vielen Gegnern keine Chance haben würde und schnappte sich deshalb kurzerhand Fidelius als Geisel. „Ihr Wachtelpack nehmt jetzt sofort den Zauberstab, den ich euch zuwerfen werde und verwandelt mich in Normalgröße!!!“ „Ich habe eine Idee….“, flüsterte Markus den Spatzen im Hintergrund zu und deutete auf die Stütze des Regals. Die Spatzen verstanden den Wink und sofort begannen die Vögel den Holzpfeiler anzupicken.

 

Bingo bekam von alledem nichts mit. Seine Aufmerksamkeit war ganz auf den magischen Stab gerichtet, den er nun den drei Wachteln zuwarf.  Walrun, Siegun und Jonas nahmen sich den Zauberstab und begaben sich in Position. Das Mondlicht fiel in die dunkle Höhle und brachte den Zauberstab zum Leuchten. „Es funktioniert!!!“, sagte der Bösewicht triumphierend. Die magischen Strahlen erreichten ihn, aber in dem Moment stürzte hinter ihm das Regal zusammen, welches die Spatzen bearbeitet hatten. Fidelius  riss sich blitzschnell aus Bingos Tatzen los und brachte sich in Sicherheit. Alle Käfige fielen nacheinander auf den bitterbösen Marder.

 

Auch Heidruns Käfig war dabei und glückerlicherweise wurde durch den Aufprall das Schloss geknackt. Markus nahm sie schützend hoch in seine Arme. Alle Freunde standen nun um den großen Trümmerhaufen herum. Durch den aufgewirbelten Dreck war nichts mehr zu erkennen. Plötzlich lichtete sich die Staubwolke und Bingo stand in voller Größe angsteinflößend vor ihnen. Alle schreckten furchterfüllt zurück, ihnen stockte der Atem. „Ahhh! Hallo ihr lieben Gesellen“, sagte Bingo mit weicher Stimme. „Ich freue mich sehr, dass ihr alle hier seid. Ohhh!!! Wen sehe ich denn da??? Mein Bruderherz ist ja auch dabei. Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause.“ Die Tiere schauten sich verwundert an. „Was ist denn jetzt los???“, flüsterte Fidelius den Wachteln zu. „Das war unser Plan. Wir wollten ihn lieb und friedlich zaubern. Und es ist uns tatsächlich geglückt!“ Sie alle freuten sich riesig und nun kam auch Heidrun zu ihren Wachtelfreunden, um sie in den Arm nehmen zu können. „Vielen herzlichen Dank für eure Rettung. Was würde ich bloß ohne euch machen?“ „Danke nicht nur uns. Alle, die hier Versammelten haben geholfen“, antwortete Fidelius und nahm nun auch Markus in ihre Mitte. „Freundschaft ist eben Gold!“, strahlte der Marder über das ganze Gesicht. „Oder Goldsprenkel!“, sagte Walrun und die gesamte Meute fing laut an zu lachen. An diesem Abend feierten die Wachteln, die Spatzen, die Taube, die Kaninchen und die jetzt unzertrennlichen Marderbrüder ein wunderschönes und unvergessliches Fest…

 

 

Außer einer! Jonas, die wildfarbene Wachtel schlich sich heimlich aus der Höhle, den Zauberstab unter den Flügel geklemmt.  „Tja, die hab ich mal reingelegt. Die denken wirklich alle, dass ich mich geändert hätte. Aber das ist ein Irrtum. Ich bin endlich frei und kann weiterhin mein Unwesen treiben!! Und jetzt mit dieser Macht in meinem Besitz, werde ich noch viel stärker sein. HA, HA, HA, HA, HA, HA, HA, HA, HA!!!“, hörte man es laut schallend durch die helle Vollmondnacht.

 

 

!!!FORTSETZUNG FOLGT!!!

 

 

 Idee, Text und Bild:

Joshua Günther Herbert Heckmann

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